Heißkalter Marmor

 

 

Nicht alles ist Gold, was glänzt.

 

Schon gar nicht in Ashgabat, der Hauptstadt Turkmenistans. Das lernt die französische Hebamme Vianne Lambert sehr bald, als sie für eine internationale Hilfsorganisation ins Land kommt. Als sie Zeugin eines Verbrechens wird, stürzt sie das in einen Strudel aus Gewalt und politischer Intrige, aus dem es kein Entrinnen zu geben scheint. Einziger Hoffnungsschimmer ist der Journalist Aleksey Petrokow. Ein Mann wie ein Molotow-Cocktail - brandgefährlich und hochexplosiv. Gegen die Leidenschaft, die er in ihr entfacht, hat die Vernunft keine Chance.

Getrieben von Rachegelüsten riskiert Aleksey im Kampf gegen das marode System alles. Aber dann gerät Vianne, die süße Französin mit dem Herzen aus Gold und einem Mundwerk, für das sie einen Waffenschein bräuchte, in Gefahr. Nie zuvor ist ihm eine Frau dermaßen unter die Haut gegangen. Nie zuvor hat er einem anderen Menschen so bedingungslos vertraut. Doch nun steht er vor einer Entscheidung, die ihrer beider Leben für immer verändern wird.


Leserstimmen

Alles an diesem Buch konnte mich überzeugen und ich kann es auch wirklich nur ans Herz legen. Nehmt euch die Zeit und lest dieses Buch, ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass es euch nicht einfangen kann.


Ich hatte bisher wenig Berührung mit Hörbüchern, hab mir auch nicht zugestanden die Geduld dafür zu haben, aber dieses hat mich eines Besseren belehrt. Ich fand es extrem spannend und war auch verblüfft, dass die erotischen Stellen auch ohne bewegte Bilder so ansprechend sein können.


Es ist nicht einfach nur eine fiktive Geschichte, sondern es steckt auch ein Stück Weltgeschichte drin.

Leseprobe

Kapitel 1

 

Vianne Lambert presste ihr Ohr an das trichterförmige Holzrohr, das sie mit dem geschwollenen Leib der Frau auf der Liege verband. Als leises Puckern war der Herzschlag des Kindes zu hören. Konzentriert sah sie auf ihre Armbanduhr, um den Puls zu messen.

„Berühren Sie sie nicht!“

Verflucht. Die kratzige Stimme mit dem schweren Akzent gehörte Balassanjan. Der Chefarzt der Entbindungsklinik tauchte nur selten im Untersuchungszimmer auf. Sie nannten ihn „Doktor Balassanjan“, aber Vianne bezweifelte, dass der Mann wirklich einen Abschluss in Medizin hatte. Jedenfalls nicht in Humanmedizin. Die meiste Zeit hockte er in seinem Büro und telefonierte. Ausgerechnet hier und jetzt konnte sie ihn gar nicht gebrauchen. Sie so anzufahren, als würde sie diesen Hinweis brauchen, störte ihre Konzentration. Herrgott noch mal, jetzt hatte sie den leisen Puls verloren und konnte von vorn anfangen.

„Hatte ich nicht vor. Es war immer das Hörrohr zwischen mir und der Haut der Schwangeren, wie Sie gesehen haben dürften.“ Verärgert richtete sie sich auf. Ihr Blick fiel auf das moderne Ultraschallgerät, das, in einer Plastikhülle an die Wand gerollt, vor sich hin staubte. Es war eine Schande. Sie arbeitete in einem Prunkbau aus weißem Marmor, der das turkmenische Gesundheitssystem Milliarden harter amerikanischer Dollars gekostet haben dürfte. Sie saß in einem perfekt ausgestatteten Untersuchungsraum und musste die Frauen mit einem vorsintflutlichen Hörrohr untersuchen. Denn der Etat des Krankenhauses gab es nicht her, einen Techniker zu bestellen, der die modernen Gerätschaften fachgerecht anschloss. Es war mehr als eine Schande, es war empörend.

 

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